
Die etwas erhöht gelegene, mit ihrer Seitenfront den nördlichen Abschluss des dreieckförmigen Hauptplatzes bildende Pfarrkirche, die dem Hl. Jakobus dem Älteren geweiht ist, ist ein ursprünglich einschiffiger Barockbau mit einem im Kern gotischen Rechteckchor und einem faschengegliederte Turm von 1806/1807, der von einem Zwiebelhelm bekrönt wird. In den Jahren 1868 bis 1870 wurde das Gotteshaus zu einer dreischiffigen Halle verbreitert.
Zwischen dem spätbarocken, schlichten Verlängerungsteil des ehemaligen Saalbaus im Westen und dem Chors sind die Abseiten des Langhauses risalitartig mit ihrer Giebelkrönung vorspringend. Die Kirche ist durch Rundbogenfenster geöffnet und durch Putzfaschen und romanisierende Rundbogenfriese gegliedert. Die Westfassade ist schmucklos. Der eingezogene, rechteckige Chor hat spitzbogige Fenstergewände aus dem 14. Jahrhundert vom gotischen Kern, veränderte Flachbogenfenster und im Osten ein vermauertes Lanzettfenster. Nord- und südseitig stehen verschiedene Anbauten. Vor der Kirche steht eine 1732 urkundlich erwähnte Steinstatue des hl. Donatus.
Der Pfarrhof von Kautzen, 1714/1715 erbaut. Es folgten Umbauten im Jahr 1787 und 1862. An der Fassade einen Reichsadler als Stuckrelief.
