Die römisch-katholische Pfarrkirche Gerolding steht im Ort Gerolding in der Marktgemeinde Dunkelsteinerwald im Bezirk Melk in Niederösterreich.
Die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer gehört zum Dekanat Melk in der Diözese St. Pölten. Die Pfarrkirche und der Friedhof stehen unter Denkmalschutz.
Geschichte
Um das Jahr 1000 wurde eine Wehranlage angenommen. Urkundlich wurde 1165 das Pfarrrecht durch Marquard von Schönbühel verliehen. Urkundlich bestand 1176 eine Kapelle. Im Jahr 1387 wurde die Pfarre durch die Maissauer an die Kartause Aggsbach übertragen. Der Chor wurde wohl 1422 geweiht. 1999/2000 war eine Außenrestaurierung.


Die gotische Saalkirche mit Nordturm liegt weithin sichtbar auf einer Hügelkette und ist von einem Friedhof umgeben. Das im Kern romanische, frühgotische Langhaus mit tief heruntergezogenem Dach prägt das äußere Erscheinungsbild. Der neugotische Portalvorbau an der Nordseite (um 1900) beherbergt ein spätgotisches Portal sowie eine Lourdeskapelle. Der Chor stammt aus dem frühen 15. Jahrhundert und weist bemerkenswerte Maßwerkfenster sowie Spuren einer historischen Inschrift (1422) auf.
Der Nordturm mit gotischen Geschoßen, Scharten- und Schallfenstern wird von einer barocken Zwiebelhaube bekrönt.
Das Kircheninnere ist von der Gotik und dem Barock geprägt. Das zweijochige Langhaus erhielt im 18. Jahrhundert sein Gewölbe und eine barocke Westempore. Besonders sehenswert sind der gotische Triumphbogen, der Chor mit Kreuzrippengewölbe sowie die kunstvolle Sessions- und Sakramentsnische. Wand- und Deckenmalereien, darunter Darstellungen der „Taufe Christi“ und der „Anbetung der Hirten“ (1955), ergänzen die historische Ausstattung.