
Vorbereitung – Gewissenserforschung:
Überlege dir ehrlich: Was habe ich falsch gemacht? Wogegen habe ich gesündigt?
Reue – echte innere Einsicht:
Es geht nicht nur ums Aufzählen, sondern darum, es wirklich zu bereuen.
Beichtstuhl aufsuchen:
Du gehst zu einem Priester – oft in einem Beichtstuhl oder Beichtraum.
Die Beichte selbst:
Du beginnst mit:
„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
„Ich bin getauft, aber war lange nicht mehr zur Beichte.“ (wenn das zutrifft)
„Das ist meine erste Beichte seit ...“
Dann bekennst du deine Sünden, möglichst ehrlich, ohne Ausreden.
Buße und Lossprechung:
Der Priester spricht mit dir, gibt dir eine „Buße“ (z. B. Gebete oder eine gute Tat).
Dann spricht er die Lossprechung:
„Ich spreche dich los von deinen Sünden im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Buße tun:
Du tust später, was dir als Buße aufgetragen wurde.
Jeder Mensch macht Fehler. In der Beichte darf man sie aussprechen, statt sie zu verdrängen oder alleine mit sich herumzutragen.
„Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht; er vergibt uns die Sünden.“
(1 Johannes 1,9)
In der Beichte vergibt Gott nicht nur „im Allgemeinen“, sondern persönlich und hörbar. Durch den Priester sagt Gott dir zu: Du bist wieder frei.
„Deine Sünden sind dir vergeben.“
(Markus 2,5)
Schuld belastet das Herz. Ausgesprochen und vergeben zu werden, bringt inneren Frieden und Heilung.
„Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch Ruhe schenken.“
(Matthäus 11,28)
Nach seiner Auferstehung hat Jesus den Aposteln ausdrücklich die Vollmacht gegeben, Sünden zu vergeben – daher geht man zur Beichte.
„Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben.“
(Johannes 20,22–23)
Die Beichte ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Mut und Vertrauen. Gott freut sich über jeden Menschen, der zu ihm zurückkommt.
„Es wird mehr Freude im Himmel sein über einen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte.“
(Lukas 15,7)
*Vorbereitet von Pastoralassistenten
Mag. Dario Radic