Diözese St. Pölten ist Vorreiterin bei Online-Wiedereintritt
Traditionell war der Wiedereintritt mit einem persönlichen Gespräch bei einem Priester in einer Pfarre verbunden. Mit der neuen Online-Möglichkeit können Interessierte nun den Schritt von zu Hause aus durchführen.
Niederschwelliger Zugang durch Online- Formular
Auf der Wiedereintritt Webseite kann ein Formular mit den wichtigsten persönlichen Daten, darunter Angaben zur Taufe, Firmung oder Konversion, ausgefüllt werden. Anschließend wird das Glaubensbekenntnis gebetet und per Bestätigung anerkannt.
Notwendig sind außerdem ein gültiger Ausweis sowie – falls vorhanden – ein Taufschein. Die Unterlagen werden hochgeladen und geprüft. Danach werde man von einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter kontaktiert und erhält sogar einen Brief des Diözesanbischofs Alois Schwarz.
Persönliche Begleitung bleibt möglich
Auch wenn der gesamte Vorgang online ablaufen kann, bleibt die persönliche Seelsorge ein wichtiges Angebot. Wer den Wunsch nach einem Gespräch hat, kann sich an die Wiedereintrittspriester der Diözese St. Pölten - Manuel Sattelberger und P. Clemens Hainzl OSB - wenden. Damit verbindet die Diözese das Digitale mit der persönlichen Begleitung vor Ort.
Transparenz beim Kirchenbeitrag
Ein wichtiger Punkt für viele Interessierte ist der Kirchenbeitrag. Die Diözese stellt klar, dass mit dem Wiedereintritt die Kirchenbeitragspflicht neu beginnt und für die Zeit des Austritts keine Nachzahlung vorgesehen ist. Der Kirchenbeitrag dient der Finanzierung kirchlicher Aufgaben in Seelsorge, Bildung, Caritas und Verwaltung. Er ermöglicht die Aufrechterhaltung pfarrlicher Strukturen ebenso wie diözesane Einrichtungen. Zugleich besteht – wie bisher – die Möglichkeit individueller Beratung und Anpassung in besonderen finanziellen Situationen.
Chancen und Perspektiven
Seit Jahresbeginn verzeichnet man 357 Wiedereintritte (Stand: September 2025), schon mehr als im gesamten Jahr 2023, wobei vor allem junge Menschen unter 35 Jahren dieses Angebot nutzen, so Diözesansprecher Thomas Fischbacher. Besonders diese Generation ist vermehrt auf der Suche nach Sinn, Gemeinschaft und Verbindung. Junge Menschen sind mit digitalen Angeboten aufgewachsen und finden dadurch leichter den Weg zurück. Einige folgen sogar den Social-Media-Kanälen von Priestern und Bischöfen, so wie dem Instagram-Kanal von Diözesanbischof Alois Schwarz, der bereits mehr als 25.000 Follower zählt.
Die Möglichkeit des Online-Wiedereintritts kommt aber auch Menschen entgegen, die sich zuvor von der Institution distanziert haben, aber dem Glauben treu geblieben sind.
Die digitale Welt eröffnet somit auch für die Kirche einen neuen Weg, Menschen zu erreichen und willkommen zu heißen. Besonders die Diözese St. Pölten setzt seit einigen Jahren verstärkt auf Social Media in der Seelsorge, der Glaubensverkündigung und beim Wiedereintritt, ein sichtbares Zeichen, dass ihre Türen offen stehen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite Wiedereintritt und Kirchenbeitrag