Pilgern mit Ausblick – Dankbarkeit Schritt für Schritt erfahren
„Was das Herz berührt, setzt die Füße in Bewegung“, heißt ein Sprichwort aus Ruanda. In der Stille des Morgens, begleitet von Impulsen, Gebeten, Liedern und Gesprächen, entstand Raum, den Blick auf das Wesentliche zu richten. Dankbarkeit öffnet die Augen für das Gute – für die Schönheit der Natur, für gelungene Begegnungen und für die kleinen Geschenke des Alltags. Anselm Grün erinnert daran: „Danken kommt von denken.“ Wer bewusst wahrnimmt, was das Leben täglich schenkt, entdeckt viele Gründe zur Dankbarkeit.
Der gemeinsame Weg führte nicht nur zu einem Aussichtspunkt mit weitem Blick über die Landschaft, sondern eröffnete auch neue Perspektiven für den eigenen Alltag. Gerade beim Pilgern wird erfahrbar, was der Benediktiner David Steindl-Rast ausdrückte: „Ich bin nicht dankbar, weil ich glücklich bin. Sondern ich bin glücklich, weil ich dankbar bin.“ Dankbarkeit verändert den Blick auf das Leben. Auch Albert Schweitzers Gedanke begleitete den Morgen: Selbst an schwierigen Tagen lässt sich etwas finden, wofür wir dankbar sein können – sei es, dass uns unsere Füße tragen, der Weg uns innerlich frei macht oder wir Gemeinschaft erleben dürfen.
Nach der Rückkehr zum Bildungshaus klang der Morgen bei einem gemeinsamen Frühstück im Garten aus. Die Gemeinschaft, das Teilen der Erlebnisse und die Freude über einen erfüllenden Pilgermorgen standen dabei im Mittelpunkt.
Das Bildungshaus St. Benedikt lädt mit seinen Pilgerangeboten dazu ein, den Alltag bewusst zu unterbrechen, neue Kraft zu schöpfen und den eigenen Glaubens- und Lebensweg achtsam zu gestalten. Wer den Tag mit Dankbarkeit betrachtet, kann ihn – wie Anselm Grün beschreibt – mit Frieden und Vertrauen in Gottes Hände legen. So wird das Pilgern zu einem Weg, der den Blick weitet – auf die Welt, auf die Mitmenschen und auf die vielen Gründe, dankbar zu sein.