"Geliebt"- ein Tag für Religionslehrerinnen und -lehrer
Nach den Begrüßungsworten der KPH-Diplompädagogin und Fachinspektorin Danja Kloibhofer gab Benedikt Michal, katholischer Schulamtsleiter der Diözese St. Pölten, einen philosophisch-theologischen Impuls zum Thema. In Anlehnung an den Offenbacher Philosophen Jörg Splett definierte Michal die Liebe als „Entzücken“ und „Freigängigkeit“. Auch Papst Benedikt XVI. betonte: „Du bist gewollt, gebraucht und geliebt.“ Das sei es, was Gott zu uns sage. So sollten sich auch die Teilnehmenden durch das Programm geliebt fühlen, versicherte Michal. Im Anschluss an die Eröffnung referierte die diesjährige Vortragende, Professorin Dr. Maria Wolter von der Franciscan University Steubenville in Kartause. Sie entwickelte fünf Kerngedanken zum Thema „Geliebt" sein, aber auch zum Lieben.
Die Sendungsmesse mit Generalvikar Christoph Weiss im St. Pöltner Dom bildete den Höhepunkt des Vormittags. In einem feierlichen Gottesdienst wurde allen Religionslehrerinnen und Religionslehrern, die in diesem Schuljahr ihren Dienst neu aufgenommen haben, die missio canonica überreicht.
In seiner Predigt griff Generalvikar Weiss das Tagesevangelium vom verlorenen Schaf auf. Nach einigen bewusst irreführenden Prozentrechnungen kam Weiss zu seiner Kernaussage: Die Logik Gottes ist keine mathematische Logik. Er freue sich über die vielen Gerechten, schenke aber einem verlorenen Schaf noch mehr Aufmerksamkeit und erleichtere ihm die Rückkehr. Dies veranschauliche das bekannte Bild des guten Hirten, der ein Schaf auf seinen Schultern trägt. So bestehe auch der Auftrag der Religionslehrerinnen und Religionslehrer darin, missionarisch auf Suchende, vielleicht sogar Verlorene, zuzugehen und sie aktiv zur Gemeinschaft zurückzuführen.
Am Nachmittag fand ein breit gefächertes Angebot an Workshops statt: Neben „Nächstenliebe spielend lernen“, „Liebe ins Bild bringen“, „7 Schritte mit der Bibel“ und „Geschichten lauschen“ gab es auch die Möglichkeit, sich bei Bewegung und Tanz auszuprobieren sowie sich über die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere auszutauschen. Die RiRü Dancers rundeten den Nachmittag ab.
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