Prälat Ehrenkanonikus Lic. Josef Wansch verstorben
Prälat Josef Wansch wurde am 25. April 1937 in Salaberg, Pfarre Haag, geboren, maturierte 1956 am Stiftsgymnasium Seitenstetten und wurde nach dem Theologiestudium in St. Pölten am 29. Juni 1961 zum Priester geweiht. Dass seine um drei Jahre jüngere Schwester fast gleichzeitig die Ewige Profess im Orden der Franziskanerinnen im Hartmannkloster in Wien ablegte, war für seine Eltern und ihn eine besonders große Freude. Nach einem Kaplansjahr in Zwentendorf an der Donau wurde er von 1962 bis 1965 – in jenen Jahren fand auch das II. Vatikanische Konzil statt – zum Studium des Kirchenrechts in Rom freigestellt, das er mit dem Lizenziat abschloss. Nach Diensten als Sekretär und Zeremoniär von Diözesanbischof Dr. Franz Žak wurde er zum Ordinariatssekretär und 1983 zum Vizeoffizial des Bischöflichen Diözesangerichts bestellt und übernahm von 1968 an die Seelsorge an der Justizanstalt St. Pölten und die geistliche Betreuung der Mesner in der diözesanen Mesnergemeinschaft. Mit 1. September 1993 ernannte ihn Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn zum Bischofsvikar für Altenpastoral, besondere soziale Dienste und Gefangenenseelsorge (dieses Amt übte er bis 7. Oktober 2004 aus) und gleichzeitig zum Direktor des Bischöflichen Sekretariates. Mit 1. September 2018 trat er in den dauernden Ruhestand, blieb aber bis 2023 weiterhin Seelsorger an der Justizanstalt St. Pölten und feierte, solange es ihm seine Gesundheit ermöglichte, die Frühmesse im Dom. 1996 wurde er Prälat und 2002 Ehrenkanonikus des St. Pöltener Domkapitels. Sein verdienstvolles Wirken wurde auch durch die Silbernen Ehrenzeichen seitens der Republik Österreich und des Landes Niederösterreich gewürdigt. 2025 übersiedelte er in den Pflegebereich im Kloster der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe (Hartmannschwestern) in Wien. Er war mit ganzem Herzen Seelsorger für die Menschen, die ihm anvertraut waren. Sein Leben war ein sichtbares Zeichen der verzeihenden Liebe Gottes. Beschenkt mit tiefen inneren Frieden hat er sein Leben in die Hand des himmlischen Vaters gelegt.
Am Freitag, 17. April 2026, um 13.00 Uhr,
versammelt sich die Trauergemeinde bei der Aufbahrungshalle
des Friedhofs Ober Sankt Veit, Gemeindeberggasse 26, 1130 Wien.
Die Beisetzung erfolgt im Priestergrab der Franziskanerinnen von der christlichen Liebe.
Anschließend wird das Requiem im Pflegewohnhaus San Damiano,
Josef Kraft-Weg 9, 1130 Wien gefeiert (Fußweg ca. 5 min).
Am Mittwoch, dem 22. April 2026, wird um 18.00 Uhr im Dom St. Pölten
die Heilige Messe für den Verstorbenen gefeiert.
Dr. Alois Schwarz Dr. Anton Leichtfried Sr. M. Christa Wansch SFCC
im Namen der Diözese im Namen des Domkapitels im Namen der Verwandten