P. Fidelis Kepplinger verstorben
P. Fidelis Kepplinger wurde als Karl Kepplinger am 21. Februar 1935 in Gramastetten geboren.
Nach dem Besuch der Volkschule machte er eine Binderlehre und übte diesen Beruf bis zu seinem Eintritt in das Stift Wilhering als Laienbruder am 12. November 1960 aus.
Neben seiner handwerklichen Tätigkeit war er in dieser Zeit auch als Musikant unterwegs, der bei geselligen Ereignissen zur Unterhaltung der Menschen beitrug. In den zwei Jahren seines Laienbruderdaseins reifte in Bruder Fidelis der Wunsch, Priester zu werden. Also trat er aus dem Stift Wilhering aus und absolvierte in Horn (NÖ) von 1962 bis 1967 das Aufbaugymnasium.
Anschließend trat er wieder in das Stift Wilhering ein und legte 1971 seine Feierliche Profess ab. Nach dem Ende des Theologiestudiums in Linz wurde er am 29. Juni 1973 im Linzer Dom zum Priester geweiht. Von 1973 bis 1985 war er Kooperator in Vorderweißenbach. Neben einer intensiven Jugendarbeit setzte er sich zum Beispiel auch für die neue Kirchenorgel und das neue Geläute ein.
Ab 1. September 1985 war P. Fidelis dann Expositus in Eidenberg und Religionslehrer in Untergeng und Neußerling. Ab 1. März 1988 übte P. Fidelis das Amt eines Pfarrers von St. Johann bei Großheinrichsschlag und Weinzierl in der Diözese St. Pölten aus. In Würdigung seiner Verdienste für diese beiden Wilheringer Pfarren wurde P. Fidelis bei seiner Verabschiedung am 9. Oktober 2016 zum Ehrenbürger der Gemeinde Weinzierl am Walde ernannt.
P. Fidelis war ein treuer Ordensmann und Seelsorger mit Leib und Seele, der wegen seiner Volksverbundenheit sehr geschätzt und anerkannt war. Geselligkeit und Humor verband er mit einer tiefen Frömmigkeit, die sich in einer besonderen Liebe zur Gottesmutter und zu den heiligen Engeln ausdrückte. In seinen Predigten konnte er sehr direkt sein und im Umgang mit den Menschen sehr leutselig. Er liebte die Wallfahrten zu Gnaden- und Erscheinungsorten, war aber auch gerne sportlich auf den Bergen unterwegs und begeisterte nicht wenige für seine Unternehmungen.
Großer Dank gebührt seiner langjährigen Haushälterin Petra Oberhuber, die ihn auch nach seiner Pensionierung in ihrem Wohnhaus in Neuhofen an der Krems vorbildlich pflegte und betreute.
Wir beten für den Verstorbenen am Mittwoch, 28. Oktober, um 19.30 Uhr in der Pfarrkirche Gramastetten. Am Donnerstag, 29. Oktober 2026, feiern wir um 14 Uhr in der Pfarrkirche Gramastetten für den Verstorbenen den Trauergottesdienst und bestatten ihn anschließend im Grab seiner Eltern auf dem Pfarrfriedhof in Gramastetten.