Fastenzeit
Fasten bedeutet Enthaltsamkeit und dient nicht nur dem Verzicht, sondern der inneren Umkehr, der Besinnung auf Gott, sich selbst und zentrale Fragen des Lebens. In vielen Kirchen wird diese Zeit durch das Verhüllen des Hochaltarbildes mit Fastentüchern sichtbar gemacht. Christliches Fasten ist keine Diät, sondern eine religiöse Praxis mit dem Ziel der körperlichen, geistigen und seelischen Erneuerung. Es soll den Glauben stärken, zu Gebet, moralischer Selbstreflexion und Nächstenliebe führen und den Blick auf das Wesentliche lenken. Ausdruck dessen sind auch bewusste Gebetszeiten, Exerzitien und neue Formen des Verzichts, etwa im ökologischen oder digitalen Bereich.
Strenge Fast- und Abstinenztage sind der Aschermittwoch und der Karfreitag. Generell gilt an allen Freitagen die Verpflichtung zum Fleischverzicht in Erinnerung an den Tod Jesu.
Fastenzeiten gibt es auch in anderen Religionen, etwa in der evangelischen Passionszeit, in den Ostkirchen oder im Islam mit dem Ramadan. Auch außerhalb religiöser Kontexte erlebt das Fasten heute eine neue Bedeutung als Weg zu Achtsamkeit und innerer Erneuerung.
Diözesane Veranstaltungen
Die diesjährigen Projekte der Fastenaktion sind u.a. ein Diözesanes Programm zur Friedensförderung und Versöhnung in Südsudan, ein Pastorales Projekt für ganzheitliche Ökologie in Peru, Berufsausbildung für Jugendliche in Burkina Faso, Betreuungsprogramm für benachteiligte Kinder in Indien und ein Agroökologisches Programm der Diözese Same in Tansania.
Die Fastenbesinnung „Kunst und Kirche zur Fastenzeit“ ist eine seit vielen Jahren im Dom zu St. Pölten stattfindende Veranstaltung. Sie wird vom Katholischen AkademikerInnenverband der Diözese St. Pölten organisiert, der Kunst und Spiritualität verbindet, um Impulse für die Fastenzeit zu geben. Häufig greift die Besinnung dabei ein aktuelles Thema auf, wie in den vergangenen Jahren etwa „inside out – outside“ oder „Suche – Sucht“. Die Veranstaltung findet in der Regel zu Beginn der Fastenzeit statt. Parallel dazu zeigt das Hiphaus eine Ausstellung des Künstlers Heinz Knapp zum Thema Kreuzweg Christi.
Fasten kann auch dem Umweltschutz dienen, indem zum Beispiel darauf verzichtet wird, das Auto zu nehmen.
Die Kernbotschaft der Aktion Autofasten ist, das Auto, wann immer dies möglich ist, stehen zu lassen – und stattdessen zu Fuß zu gehen, in der Fastenzeit – von Aschermittwoch bis Karsamstag – und darüber hinaus! Der Schöpfung und uns allen zuliebe.
Die Aktion Autofasten motiviert, in der Fastenzeit, vom 18.02. bis zum 04.04.2026, umwelt- und gesundheitsfreundliche Alternativen zum Autofahren auszuprobieren. Es soll Bahn, Bus oder Fahrrad genutzt oder zu Fuß gegangen werden und im Umkehrschluss die PKW-Nutzung reduziert oder ganz eingestellt werden.
Heuer gibt es zwei Schwerpunkte:
„Zu-Fuß-Geh-Challenge“
Die Challenge soll Menschen motivieren, bewusst Strecken zu Fuß zu gehen, die Natur und Umgebung wahrzunehmen und gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Diese soll auch auf Social Media verbreitet werden : Teile ein Video von deinem ersten Kilometer, den du auf einer Strecke deiner Wahl zu Fuß gehst, nominiere 3 Personen und finanziere damit die Pflanzung eines Baumes in Osterreich.
„Zu-Fuß-Geh-Sonntag“
Der Zu-Fuß-Geh-Sonntag ist ein Aufruf an Pfarren bzw. religiöse Gruppierungen dem traditionellen Kirchgang am Sonntag, 15.März 2026 österreichweit besondere Beachtung zu schenken, zu Fuß in die Kirche zu gehen und als gemeinschaftliche Aktion zu feiern.
Damit setzten wir ein starkes Zeichen für eine gesunde und nachhaltige Form der Mobilität und pflegen die Gemeinschaft. Der „Zu-Fuß-Geh-Sonntag“ ist eine Initiative, bei der alle Generationen gleichermaßen eingebunden sind.
Auf unserer Homepage finden Sie ausführlichere Informationen zur Fastenzeit.