Mag. Dr. H. Ambrosius Straka Can.Reg. verstorben
Er wurde am 21. Mai 1949 in Wien geboren und bekam bei der Geburt den Namen Roland. Da seine Mutter sich nicht dazu in der Lage sah, für ihn zu sorgen, wuchs er zuerst bei seiner Großmutter, später im Heim der Hed-wigschwestern in Unterolberndorf auf. Nach Volks- und Hauptschule machte er eine Bäckerlehre, die er mit der Gesellenprüfung abschloss. Er absolvierte den Grundwehrdienst, dann eine Ausbildung zum Bürokaufmann und war anschließend in diesem Bereich beruflich tätig. Da er in sich den Wunsch verspürte, Priester zu werden, besuchte er ab 1975 das Aufbaugymnasium in Horn. Inzwi-schen hatte er Prälat Maximilian kennengelernt. Dieser bot ihm schließlich den Rückhalt dafür, die Herausforderungen des Beru-fungsweges bestehen zu können: Roland Straka wurde 1979 Postulant im Stift Herzogenburg, 1980 meisterte er die Studienberech-tigungsprüfung. Bei der Einkleidung im selben Jahr bekam er den Namen Ambrosius. Er studierte Theologie in Wien und schloss 1988 mit dem Magistertitel ab, 1998 erlangte er auch den Doktortitel. Die Ewige Profess erfolgte 1984, die Priesterweihe 1988 durch Joachim Kardinal Meisner.
Wie viele Mitbrüder, so begann auch H. Ambrosius sein priesterliches Wirken als Kaplan in der Pfarre Herzogenburg (1988-1992). Hierauf wurde er zum Moderator der Pfarre Hain bestellt (1992-2000), längere Zeit betreute er dazu auch die Filiale Radlberg (1993-1999). Schließlich wurde er im Jahr 2000 als Nachfolger von Josef Metzger Moderator von St. Andrä an der Traisen. Diese Stelle bekleidete er bis zu seinem altersbedingten Übertritt in den Ruhestand im Jahr 2024.
Im Stift wirkte er viele Jahre als Gast- und Küchenmeister, als Kapitelsekretär wie auch als Klerikermagister. Er war darüber hinaus Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Akademie Krems und an der philosophisch-theologischen Hochschule St. Pölten, Militärkurat des österr. Bundesheeres, zeitweise Spiritual bei Schwesterngemeinschaften und Exerzitienleiter. Besondere Freude bereitete ihm seine Mitgliedschaft beim Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Ebenso pflegte er Freundschaften zu seinen Bundesbrüdern der Verbindung Danubia im österr. Cartellverband, die ihn seit Studienzeit begleiteten.
Die Biographie von H. Ambrosius zeigt, dass sein Start ins Leben nicht einfach war und er sich vieles erkämpfen musste. Das hat ihn geprägt. Wir danken allen, die mit ihm gut zusammengearbeitet haben. Sein treuer Freundeskreis sei besonders erwähnt: Dort fühlte er sich bis zum Schluss angenommen und geborgen.
Am Freitag, 9. Jänner 2026, ist H. Ambrosius ab 14.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Andrä aufgebahrt. Um 15.00 Uhr findet dort ein Totengebet statt.
Am Samstag, 10. Jänner 2026, ist der Verstorbene ab 11.00 Uhr in der Stiftskirche Herzogenburg aufgebahrt. Um 14.00 Uhr feiern wir das Requiem, danach erfolgt die Beisetzung in der Konventgrabstätte am Stadtfriedhof.